IM Joachim Brüggemann mit Titelhattrick zum Turniersieg Alle Preisträger im Gruppenbild (vorne vlnr): FM Michael Becker (5.), IM Joachim Brüggemann (Thüringenmeister 65+), Magdalene Heid (Frauen 50+), Liubov Orlova (Frauen 65+), Oswald Bindrich (Nestorenpreis); hinten vln: Organisator Torsten Warnk, Rudolf Rüther (Hauptschiedsrichter), Marco Sauer (Thüringen Meister 50+), Dieter Migl (2.), Bernhard Willin (Ratingpreis), Christian Hess (3.), Dr. Gerhard Köhler (4.) Die Offenen Thüringer Seniorenmeisterschaften fanden zum dritten mal statt und wieder war Weimar ein hervoragender Gastgeber mit exzellenten Spielbedingungen und vielfältigem Rahmenprogramm. Etwas ungewöhnlich ist, daß gleich alle Vorjahressieger ihren Landestitel verteidigten. Am überzeugendsten tat das IM Joachim Brüggemann, der seinen 3. Titel in Folge in der Altersklasse 65+ einfuhr. Erstmals gewann er dabei mit 6 Punkten auch das Gesamtturnier. In der letzten Runde sicherte er den Turniersieg mit einem schnellen Remis gegen den zweitplazierten Dieter Migl (Stuttgart) ab. Als einzige teilnehmende Thüringer Seniorin gewann Helga Semisch erneut den Damentitel. Auch Marco Sauer (Arnstadt - Stadtilm) verteidigte den Titel in der Altersklasse 50+ mit 5 Punkten erfolgreich. Alle anderen vorderen Plätze hingen von der letzten Partie zwischen Michael Heid (Frankfurt) und Oswald Bindrich (Oberland) ab und Sie ließen die Kiebitze lange warten. Letztlich konnte sich Bindrich durchsetzen und sicherte sich den Nestorenpreis sowie einen wichtigen Buchholzpunkt für seine bisherigen Gegner im Turnier. Mit jeweils 5,5 Punkten sicherten sich FM Christian Hess (St. Pauli), Dr. Gerhard Köhler (Taucha) und FM Michael Becker (Dessau) die weiteren Preise. Alle gehören schon der älteren Altersklasse 65+ an, so daß Michael Tscharotschkin (Neckartenzlingen) bester Jungsenior wurde. Ebenfalls noch 5,5 Punkte wies FM Norbert Heck (Neuberg) auf, dessen "Schweizer Gambit" aus Runde 1 eine bessere Platzierung verhinderte. Beste Frauen waren Liubov Orlova (Chemnitz, 65+) und Magdalena Heid (Frankfurt, 50+). Alle weiteren Infos und zahlreiche Fotos findet man auf der Turnierseite https://www.chessxdream.com/weimar-2026.html. Kurios war das bereits vor dem Turnierende eine Ausschreibung für 2027 kursierte, die sich jedoch als eine Erfindung der künstlichen Intelligenz heraustellte. Oder war da Mephisto im Spiel ? Goethes Hauptwerk Faust und insbesondere Mephisto sind bis 2027 Themenschwerpunkte in Weimar. Alle Teilnehmer waren sehr zufrieden mit den Turnierbedingungen, daher auf ein Wiedersehen in 2027.
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Das Blitzturnier im Rahmenprogramm wurde diesmal von 16 Schachfreunden bestritten. Nach 9 Runden setzte sich Wolfgang Kraft (Dettingen) überlegen durch und gab nur 2 remis ab. Zweiter wurde Peter Goldinger (Pfullingen) vor Hans-Peter Stahr (Forst). Er war schon im Vorjahr Dritter. Den Ratingpreis <1900 gewann Oliver Günther (Empor Erfurt). Schachehepaare gibt es auf der Seniorentour ja so einige. Renate und Reinhard Walther findet man auf fast jedem Turnier und so auch hier. Es gibt noch einige mehr.
Heute soll ein anderes Paar im Mittelpunkt stehen. Letztes Jahr erzählte mir eine der Servicedamen, daß ihr Mann auch begeistert Online-Schach spielt und Sie ihm von dem Turnier erzählt hat. Nächstes Jahr wolle er sich vielleicht anmelden. Und jetzt spielt er mit und hat schon 3 Punkte. Rene Gramatte hat jahrzehnte lang kein Turnierschach mehr gespielt und nur online gezockt. Er hat sich extra wieder ein Schachbrett besorgt um sich auf das Turnier vorzubereiten. In seiner Jugend war er mal 6. der DDR Jugendmeisterschaften. Unser englischer Teilnehmer Tim Spanton betreibt einen chess blog wo er über seine Turnierteilnahmen berichtet und seine Partien analysiert.
Diesmal seine Abenteuer in Weimar mit verlorenem Gepäck und dem Versuch Sonntags vor 8 in Weimar einen Kaffee zu kaufen. Definitv einen Besuch wert https://beauchess.blogspot.com/ (in Englisch) 250 Jahre nach der Ankunft Goethes in Weimar im Jahre 1775 beschäftigt man sich hier jetzt bis 2027 mit seinem Hauptwerk "Faust" und insbesondere Mephisto. Auch wir Schachspieler kennen ja allerhand teuflische Züge und Pläne, die uns zur Verzweiflung treiben. Hier ein Beispiel aus der Mammutpartie aus Runde 1 zwischen FM Michael Becker und Peter Anderberg, die nach 5,5 Stunden remis endete: Schach ist eindeutig Teufelszeug
Gleich 3 Spieler aus dem hohen Norden Europas haben den Weg nach Weimar gefunden. Die kleinen Anekdoten dahinter sollen hier erzählt werden. Das Kreuz auf den Flaggen der nordischen Länder (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island) – das sogenannte skandinavische Kreuz oder Philippuskreuz – symbolisiert primär das gemeinsame christliche Erbe. Es steht historisch für die Zugehörigkeit zur nordischen Völkerfamilie, wobei der dänische Dannebrog als ältestes Vorbild diente. Das nach links (zum Flugteil) verschobene Kreuz vereint diese Staaten als nordische Wertegemeinschaft. Erling AransonManche hielten ihn für einen amerikanischen Popstar ;-), Erling ist fast blind, reist aber trotzdem noch alleine zu Schachturnieren. Zuletzt traf ich ihn in Rabac/Kroatien bei der Senioreneuropameisterschaft. Einen isländischer Lakritzschnaps brachte er als Gastgeschenk mit. Peter DallingSpielt viele Seniorenturniere in Europa. Da sein Pfeiffentabak in Deutschland viel billiger ist, finanziert sich die Reise fast von alleine. Borge Svanholm Die Story muss erst noch recherchiert werden
Pünktlich zum Rosenmontag kam der Winter nach Weimar mit Schneefall zurück. Trotz winterlicher Strassenverhältnisse schaften es auch die Pendler fast pünktlich an die Bretter. Zumindest die Hälfte der Turnierleitung zollte dem Tag den angemessenen Respekt mit roter Pappnase und Hut. Im Turnier ging das Favouritensterben weiter, diesmal erwischte es den topgesetzten IM Detlef Heinbuch, der gegen Oswald Bindrich verlor.
Nach 3 Runden sind noch 4 Spieler ohne Punktverlust : Neben Bindrich noch IM Joachim Brüggegmann, Andreas Hipler und Dieter Migl. Pünktlich um 15h wurde gestern die 3. Offene Thüringer Seniorenmeisterschaft in der Kulturstatt Weimar eröffnet. Identische Teilnehmerzahl wie nim Vorjahr und die meisten nutzten die Kombination mit Spielen und Wohnen unter einem Dach im Hotel Leonardo mit einem großen Spielsaal. Die Attraktivität von Weimar tut ihr übriges.
Zu Beginn gab es natürlich mehrheitlich Favouritensiege, aber die ersten überraschungen blieben nicht aus. So verlor FM Norbert Heck gegen meinen Vereinskameraden Steffen Jakob. Für die Turnierleitung gab es gleich einen langen Tag, da FM Becker über 5,5 Stunden vergebens um den Sieg kämpfte, 31 Thüringer gingen an den Start um die Thüringer Seniorentitel, wieder eine kleine Steigerung zum Vorjahr. |
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